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Montag, 3. August 2015

Und die Routine geht zum Fenster raus...

Sommerwochenenden sind herrlich! Wir hatten Besuch und haben besucht, Ausflüge gemacht, im Garten gewerkelt, geplanscht, lange geschlafen, sind alle lange aufgeblieben - das war Urlaub zuhause! Als Familie konnten wir mal wieder richtig auftanken und gemeinsame Zeit genießen.
Und unser Haus so richtig ins Chaos stürzen...
In der Woche schaffe ich es meistens, mit einigen kleinen Handgriffen das Haus in Ordnung zu halten. Aber nach dem Wochenende...ich habe dann tausend Entschuldigungen, diese kleinen Routinen nicht zu erledigen. Dabei würden sie das Familienleben kaum beeinträchtigen, im Gegenteil. Wahrscheinlich wäre es noch gemütlicher und entspannter gewesen, wenn ich daran gedacht hätte, den Müll rauszubringen, zu waschen, die Spülmaschine auszuräumen etc.
Zwei Tage nichts erledigt heißt leider nicht doppelte Arbeit, sondern mindestens vierfache. Mindestens!
Und so verbringe ich die Montage regelmäßig damit, den Versäumnissen vom Wochenende nachzujagen, zusätzlich zu allem, was ich montags sonst noch so mache: Menüplanung, Einkaufen, zur Post gehen...
Ich halte euch heute mal auf dem Laufenden, anfeuernde Kommentare sind sehr willkommen :)

Übrigens war unser Morgen heute sehr entspannt. Die kleine Madame hatte zwar einen kleinen Wutanfall, aber der war definitiv nicht auf Hetze oder Antreiben zurückzuführen. Mein Mann hat sich erdreistet, vor ihr mit dem Anziehen fertig zu sein...da war sie nicht als erste unten. So etwas kann für die Kleinen manchmal ein ganz großer Frust sein :-(
Trotzdem hatten wir dann noch eine schöne Zeit mit Singen und Vorlesen und waren trotzdem - oh Wunder! - pünktlich. Es macht also wirklich einen sehr großen Unterschied, dass ich früh aufstehe.

Freitag, 31. Juli 2015

Ein halb entspannter Morgen...

Heute begann ja alles sehr vielversprechend. Getreu dem Motto "Ein guter Morgen beginnt am Abend zuvor!" habe ich gemeinsam mit der kleinen Madame unsere Kleidung ausgesucht, das Sportzeug gepackt und bin früh schlafen gegangen.
Heute bin ich tatsächlich eine Stunde früher aufgestanden...geschlafen habe ich trotz des frühen Zapfenstreichs schlecht. In der 32. Woche drückt die Zwergin schon arg auf die Blase, ich bin eigentlich konsequente Bauchschläferin, der Mann hat zwar nicht geschnarcht aber dafür waren wir noch auf der Jagd nach einer sehr penetranten Mücke.
Heute ging es also mit drei Morgenmuffeln los...ist leider unser Familienschicksal. Durch das frühe Aufstehen konnte ich aber in Ruhe duschen, das hat die Moral sehr gehoben.
Ich habe gerade gestern gelesen, dass Kinder am Morgen ganz dringend eine Verbindung zu Mama und Papa brauchen, weil sie die Nacht über auf sich gestellt waren. Das kann ich gut nachvollziehen, und ich denke, auch die Mamas und Papas brauchen dieses "Neu-Verbinden". Wir haben auch ganz gemütlich gefrühstückt, die kleine Madame hat ihre bebilderten Checklisten abgehakt und wir haben gelesen, Musik gehört, Lego gebaut und zusammen aufgeräumt.
Trotzdem gab es kurz vor unserer Abfahrt einen Punkt, an dem ich keine Lust mehr hatte, das frühstücksverschmierte Kind mit dem Waschlappen zu verfolgen, und irgendwie endete es darin, dass sie kreischend und spuckend auf der Treppe stand, während ich damit drohte, den freitäglichen Marktbesuch vor dem Kindergarten zu streichen. Menno.
Ich will überhaupt nicht drohen. Plötzlich schaukelt es sich hoch und ich kann überhaupt nicht sagen, wo es gezündet hat.
Wir haben zum Glück die Kurve gekriegt und sind friedlich aus der Tür gekommen. Im Grunde müssen wir uns morgens nicht beeilen...aber wenn ich irgendwann los möchte und dann in Schuhen dasitze, dann werde ich ungeduldig.
Ich habe ja über das Wochenende Zeit, mir da was zu überlegen...
Wie gestaltet ihr denn die "heiße" Viertelstunde, in der alle auf dem Sprung sind? Ist es bei euch überhaupt eine Viertelstunde? Ich wäre froh, wenn die reichen würde...

Jetzt gibt es erstmal flüssige Entspannung :-) Und ich versuche, daran zu denken, dass das Leben mit Kindern kein Perfektions-Marathon ist, sondern eine Reise mit vielen Fehltritten, auf der man sich selbst ein bisschen gnädiger gegenüber stehen sollte...



Donnerstag, 30. Juli 2015

Entspannt im Alltag...

...das scheint hier gerade das große Thema zu sein. Obwohl ich so viel zuhause bin, fehlt irgendwie die Entspannung, alle Nerven liegen blank, keiner hat Zeit, das Chaos greift auf alles über...
Immer wieder lese ich nun Blogs über einen vereinfachten und entspannten Alltag, statt übers Kochen und Nähen. Ich wünsche mir so sehr, dass unser Zuhause die Ruhe ausstrahlt, die wir alle brauchen. Da muss ich wohl bei mir anfangen, ich gehe momentan so schnell in die Luft. Ob das wohl an den Hormonen liegt? Seit ich hier wieder mehr tun darf, lande ich ganz schnell immer wieder in der Perfektionismusfalle...alles super ordentlich, super gesund, super gestylt, alles muss funktionieren - wofür eigentlich? Mama ist im Moment echt unausstehlich...grrrrrr.
Am dringendsten wünsche ich mir, dass es morgens ruhiger zugeht. Obwohl ich überhaupt keinen Zeitdruck habe, sind wir gestresster als zu der Zeit, da ich noch pünktlich in die Schule musste. Woher kommt das bloß? Ich bin dem Stress auf der Spur, ich rieche, dass ich früher aufstehen müsste, aber das fällt mir sehr schwer. Für diese und nächste Woche habe ich mir das fest vorgenommen: so aufstehen, dass ich als erstes angezogen bin und Frühstück machen kann, um anschließend die kleine Madame beim Fertigwerden zu unterstützen. Sie wünscht sich morgens nichts sehnlicher als noch mit Papa zu frühstücken, der pünktlich aus dem Haus muss. Und noch mit mir ein Buch zu lesen.
Irgendwie müssen wir das doch schaffen, ohne dass es so läuft wie heute: Papa schon unterwegs, Kind enttäuscht, Mama und Kind noch im Schlafanzug, Mama meckert irgendwann nur noch, weil das Kind trödelt und zum Schluss ist keine Zeit mehr für ein Buch, weil das Kind gerne das zweite Frühstück im Kindergarten essen möchte und das ist um neun vorbei... Riesenseufzer.
Drückt mir die Daumen, dass ich morgen früher fertig bin. Wie macht ihr das denn morgens?
(Solche Kniffe wie Klamotten rauslegen werden bei uns schon praktiziert. Ich will mir gar nicht vorstellen, wie es ohne bei uns zugehen würde...)

Freitag, 26. Juni 2015

Koch dich reich - Kochen für den Vorrat

Nun klappt es endlich mal wieder! Ich habe die Wochennummerierung weggelassen, da ich es einfach nicht geschafft habe, pünktlich zu posten. Nachdem die kleine Madame wieder vollständig genesen ist, hat es nun mich dahin gerafft. Ich sage euch, heftiger Husten mit praktisch nicht funktionsfähigen, da überdehnten Bauchmuskeln und strapaziertem Beckenboden ist kein Vergnügen...
Aber dem Herbstbaby geht es zum Glück wunderbar, sie ist eine sehr aktive und wie der letzte Ultraschall gezeigt hat, auch wieder eine sehr lange junge Dame. Das kenne ich ja schon von der Großen. Die war auch ein langes Baby und ist auch jetzt nicht klein.



Nun aber zum Kochen! Diese Woche soll es darum gehen, sich ein paar kleine Vorräte in der Tiefkühltruhe anzulegen. Ich bin schon ganz lange ein Fan des Vorkochens und voller Bewunderung für die amerikanischen Mütter, die an einem Wochenende 30 Gerichte zum Einfrieren kochen. Wenn ihr mal "Once-a-month-cooking" oder kurz OAMC googelt, werdet ihr von Anleitungen, Rezeptesammlungen und Tips förmlich erschlagen.
Mich hat das anfangs ziemlich überwältigt, darum backen wir heute erstmal kleinere Brötchen. Außerdem verdient das Vorkochen im großen Stil einen eigenen Artikel.

Vorzukochen hat jede Menge Vorteile:

  • es spart viel Zeit (man denke nur an Bettruhe, Krankheitsfälle, Wochenbett, geschäftige Wochen...)
  • man kauft weniger Convenience-Produkte oder Fast Food, da ganz schnell etwas auf dem Tisch steht
  • es ist gesünder als gekaufte Fertiggerichte

Genau das tun wir - wir stellen selber Fertiggerichte her! Eine sehr einfache Methode ist, ein bis zweimal in der Woche ein geeignetes Gericht zu verdoppeln (oder zu verdreifachen) und den Überschuss einzufrieren. Das hat den Vorteil, dass man nur einmal aufräumen muss und sich die Zubereitung nicht wesentlich verlängert. Das Schnippeln schon, aber die Kochzeit eben nicht!
Kleiner Tipp am Rande: Ich muss die Portion zum Einfrieren schon vorher abnehmen, sonst wird schnell mehr aufgegessen, als angedacht war :-)

Diese Gerichte lassen sich gut "vervielfachen":

  • Bolognese
  • Tomatensoße
  • Lasagne (ungebacken einfrieren)
  • Eintöpfe
  • Gulasch / Geschnetzeltes
  • Ratatouille
  • Hackbällchen / Buletten
Wie klappt das bei Euch? Habt ihr noch weitere Empfehlungen für geeignete Gerichte?
Versucht diese Woche einmal, bei der Menüplanung ein Gericht vorzusehen, das ihr verdoppeln könnt!

Das war/ist übrigens unser Menüplan für die aktuelle Woche:
Mo: Nudeln mit Tomaten-Sahnesoße (die kleine Madame hat zwei Portionen eingeatmet!)
Di: Pizza (halb selbstgemacht mit Fertigteig)
Mi: Fischfilets aus dem Ofen mit Schmortomaten, dazu Kartoffelbrei
Do: kalte Brotzeit
Fr: Sahnekohlrabi mit Schinken- DOPPELT, Kartoffelbrei
Sa: Couscous-Salat, Hähnchenfilet
So: Spaghetti Bolognese (aus der Tiefkühltruhe, aus einer Verdopplungsaktion :-) )

Mittwoch, 10. Juni 2015

Koch dich reich - Woche 1 (Menüplanung)



Zugegeben, der Titel ist ein bisschen provokant gewählt :-) Aber unser Einkaufsverhalten ist oft der einfachste Weg, Geld einzusparen.
Ich merke diesen Unterschied ganz deutlich, wenn ich zu beschäftigt bin oder keine Lust hatte, unser Essen zu planen. Dann findet man mich beinahe jeden Tag im Supermarkt, um etwas für das Abendessen zu kaufen, oder ich stehe um 17.30 planlos vor dem Kühlschrank und rufe schließlich meinen Mann an, damit er auf dem Heimweg einige Zutaten besorgt. Dass dies oft mit Tiefkühlpizza, Fertiggerichten oder noch schlimmer, dem Pizzaservice endet, könnt ihr euch sicher denken.

Die zusätzlichen Euros sind bei weitem nicht der einzige Vorteil! Es entstresst den Nachmittag deutlich, wenn ich genau weiß, was ich zum Abendessen machen will. Viele Handgriffe lassen sich dann schon im Voraus erledigen und ich bin gerüstet, wenn am späten Nachmittag die Stimmung sinkt, weil Mann und Kind müde und hungrig sind (ich bin um diese Uhrzeit natürlich niiiiiiie unterzuckert und schlecht gelaunt *hüstel*).

Wie plant man denn eigentlich eine ganze Woche Essen? Das hat mich anfangs oft überfordert. Irgendwo las ich einmal den Tipp, die Lieblingsessen der ganzen Familie aufzuschreiben. Ich habe unsere Dauerbrenner um einige besonders preiswerte und einige schnelle Gerichte erweitert, und versuche, in jedem Wochenplan auch solche unterzubringen.

Top Ten Family Favorites

  1. Spaghetti Bolognese (beliebt)
  2. Kartoffelsuppe (beliebt, preiswert)
  3. Fischstäbchen mit Kartoffelbrei und Erbsen (bei der kleinen Madame sehr beliebt)
  4. Nudeln mit Tomatensoße (preiswert, schnell, beliebt - Win!)
  5. Paprikagemüse mit Hackfleisch und Reis (preiswert)
  6. Milchreis mit Apfelmus (beliebt, preiswert)
  7. Pellkartoffeln mit Kräuterquark, Eiern und Knabbergemüse (schnell, preiswert)
  8. Ofengemüse mit Feta (beliebt)
  9. Fladenbrot mit Dips und Salat (preiswert)
  10. Geschnetzeltes mit Pilzen und Spätzle (beliebt)

Viele Gerichte wie Nudeln oder Salat lassen sich leicht variieren. So kann ich saisonal einkaufen und es wird nicht langweilig - hoffe ich jedenfalls :-)

Und abseits des Abendessens? Mein Mann nimmt zur Arbeit meistens belegte Brote mit, weil er nicht immer die Möglichkeit hat, etwas aufzuwärmen. Das muss auf der Einkaufsliste natürlich berücksichtigt werden. Als Snacks für mich und für meine Tochter am Nachmittag gibt es häufig Joghurt, Obst, Käsewürfel, manchmal auch Würstchen. Ich muss natürlich dafür sorgen, dass diese Dinge nicht ausgehen. Sonst landen wir beim Bäcker und geben viel zu viel aus.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr in den Kommentaren mal berichtet, wie es diese Woche bei Euch lief! (Mein Menüplan landet auch in den Kommentaren, der Übersichtlichkeit halber.)

Hier also eure Challenge für diese Woche:

  • Zehn Lieblingsessen aufschreiben
  • Snacks einplanen
  • Mahlzeiten für eine Woche planen

Damit es ein bisschen mehr Spaß macht, habe ich für euch einen schönen Menüplan erstellt. Beim Klick auf das Bild startet der Download automatisch!

https://docs.google.com/uc?export=download&id=0B2e70zWk7YFAWi16c1g2QzI4VVk



Mittwoch, 3. Juni 2015

Bettruhe überleben - wer managt nun die Familie?



Es stellt den Familienalltag ganz schön auf den Kopf, wenn man als Schwangere und bereits Mutter plötzlich Bettruhe halten muss. Das belastet alle Familienmitglieder und es müssen ein paar kreative Lösungen her, damit man nicht völlig im Chaos versinkt.
Eines muss ich aber noch vorwegschieben - ich habe es mit meiner halbstrengen Bettruhe noch ganz gut getroffen. Sehr viele Mamas haben ganz andere Sorgen und müssen täglich um das Leben ihrer Kleinen bangen und für jeden weiteren Tag im Bauch beten. Meine Gedanken und Gebete sind bei euch, und ich wünsche euch, dass ihr ganz viele liebe Menschen bei euch habt, die euch den Alltag abnehmen, damit ihr euch ganz aufs Brüten konzentrieren könnt!
Für die Schwangeren, die noch Gedanken für den Alltagskleinkram übrig haben, habe ich ein paar Tips zusammengestellt, die vielleicht der einen oder anderen weiterhelfen können!

Ich soll wegen vorzeitiger Wehen viel ruhen, die Beine hochlegen, und die Arbeit liegen lassen. Wenn ich dem Stress komplett aus dem Weg gehe, ist der Bauch zum Glück ruhig. Es erleichtert die Sache etwas, dass ich mich noch ein bisschen bewegen darf, sonst würde mir wirklich die Decke auf den Kopf fallen. Das heißt auch, dass ich sehr gemütlich hinter meiner Tochter herwatscheln kann, wenn sie Fahrrad fährt, und abends auch mal durch unseren Garten spaziere.
Die Löwenarbeit im Haushalt bleibt an meinem Mann hängen, der nach seinem Bürotag nun auch noch hier den Laden schmeißt. Wie kann ich ihm da helfen? Wäsche und Geschirrspülen fallen aus, Kochen und Aufräumen auch...
Bitte denkt beim Lesen meiner Ausführungen daran, dass ich öfter mal aufstehen und mich bewegen darf - viele Dinge sind bei strengerer Bettruhe wahrscheinlich nicht möglich, und ich teile hier eben nur meine persönlichen Erfahrungen, nicht die allgemeingültige Weisheit :-)

Ordnung halten
  • benutzte Sachen gleich wieder wegstellen
  • wenn man mal aufsteht, nicht mit leeren Händen gehen - wetten, dass etwas in die gleiche Richtung muss wie du?!
  • Kleidung gleich beim Ausziehen weghängen

Planung des Haushalts - hier könnt ihr euch richtig reinhängen!
  • den Kalender aktuell halten
  • Aufgabenliste für Helfer schreiben
  • ein einfaches Menü planen
  • Einkaufszettel schreiben
  • Einkäufe online bestellen oder zur Abholung vorbestellen - das bieten viele Märkte an!
  • Begleitung oder Fahrdienst für Kinderturnen, Spielplatz, Kindergarten organisieren

Frisch auf den Tisch (mehr zum Vorkochen in einem weiteren Posting!)
  • Helfer um gefriertaugliche Gerichte bitten (Bolognese, Lasagne, Suppen, Aufläufe...)
  • Einkaufszettel erweitern, damit die kalte Brotzeit etwas interessanter ausfällt (Würstchen, Käse, Laugenbrötchen, Eier...)
  • Schnippeltag planen (Obst und Gemüse waschen (lassen), Möhren und Paprika können vorgeschnitten werden, viele Dinge kann man halbliegend kleinschneiden!)

Und am wichtigsten: gute Stimmung verbreiten! Euer Mann und die größeren Kinder sind durch die Situation sehr belastet, machen sich auch Sorgen, wundern sich, dass die Mama nicht so schön spielen kann wie sonst...wir können es ihnen ein bisschen leichter machen.
  • Nicht so viel jammern - mein Mann möchte zu gerne mal einen Tag auf dem Sofa liegen!
  • Geduldig und freundlich sein
  • Dankbarkeit zeigen - Hilfe durch meinen Mann ist selbstverständlich, aber Anerkennung tut so gut, das wissen wir doch auch
  • Nicht nur organisieren, sondern auch weiterhin schöne Gespräche als Paar führen, Komplimente machen
  • Fünfe gerade sein lassen, ein perfekter Haushalt ist jetzt utopisch
  • Auf Ruhepausen und Verabredungen für den Mann bestehen, damit er seine Batterien auch mal wieder auftankt

Ich drücke allen Leidensgenossinnen die Daumen, dass die Zeit schnell und einigermaßen sorgenfrei rumgeht! Was für Tips habt ihr noch auf Lager?

Freitag, 29. Mai 2015

Einfach Alltag - Kits für jede Gelegenheit

Kennt ihr das auch? Ihr wollt mit der Familie etwas Schönes unternehmen, und bis man alle Siebensachen gepackt hat, ist bald eine Stunde vergangen. Wir haben schon so viel schöne Freizeit verloren, weil wir Dinge gesucht oder dann doch vergessen haben. Um das zu vermeiden, nutze ich schon seit längerem fertig gepackte Täschchen, oder kurz und knackig: Kits. Gerade jetzt, mit der verordneten Bettruhe, ist das sehr hilfreich, wenn ich mal die Oma oder die Tante mit der kleinen Madame losschicke. Nun, da wir keine Windeln und Babynahrung mehr brauchen, ist unser Gepäck für einen Ausflug deutlich geschrumpft - ab dem Herbst sind wir dann wieder mit größeren Taschen unterwegs.
Beispiele für unsere wichtigsten Kits - ihr habt sicher auch noch viele Vorschläge, bitte her damit in den Kommentaren!
(Ihr müsst euch da übrigens keine fancy selbstgenähten Täschlein vorstellen. Die hätte ich zwar gerne, aber es handelt sich um ein Sammelsurium von Reißverschlusstaschen, Ziploc-Beuteln und Stoffbeuteln...)

Erste-Hilfe-Kit: ein kleines Reißverschlusstäschchen mit Pflastern, Wundreinigungstüchern und einer Pinzette. Für die meisten Spielunfälle ist das ausreichend. Zum Trost sind hier manchmal auch Gummibärchen oder Traubenzucker versteckt :)

Frische-Kit: immer in meiner Handtasche, ich habe darin eine Bürste, Deo, Handcreme, Kaugummis und Pflegestift. Da ich mich sehr selten schminke, ist kein Make-Up drin.

Ausflugs-Kit: Dies liegt im Sommer fertig gepackt im Flur und enthält Sonnencreme, Zecken-Mücken-Spray, Feuchttücher, Taschentücher, Babypuder gegen sandige Füße (einfach damit abreiben!), Sonnenhüte, Ersatzkleidung für die kleine Madame, Müllbeutel, ein Handtuch und Wasser. Die Picknickdecke ist auch immer gefaltet und zum Mitnehmen bereit.

Auto-Kit: Wasser, haltbare Snacks wie Salzbrezeln oder Reiswaffeln, Feuchttücher, Ersatzkleidung.

Zurzeit nehme ich immer Ersatzkleidung mit, weil das mit dem Toilettengang  bei meiner Tochter noch nicht hundertprozentig funktioniert, besonders, wenn sie konzentriert spielt. Feuchttücher habe ich grundsätzlich in der Tasche. Wenn unser Nachwuchs da ist, werden das Ausflugs-Kit und das Auto-Kit noch um Baby-Stillmama-Bedarf ergänzt, zusätzlich zur Wickeltasche. Wie oft stand ich schon ohne Windeln da, weil wir einen Ausflug noch spontan verlängert haben...

Ergänzung mit Baby: Windeln, Wickelunterlage oder Handtuch, extra Feuchttücher, Popocreme, Müllbeutel für Windeln oder durchgekackte/vollgespuckte Kleidung, Ersatzkleidung für Baby (2x), Mulltücher, Ersatzoberteil für Mama, Stilleinlagen, Vorlagen, extra Wasser und Snacks für die stillende Mama.
Das ist in etwa auch das, was ich in die Wickeltasche packe.

Welche Kits habt ihr dabei, welche Dinge müssen immer mit? Ich bin gespannt auf eure Vorschläge!

Dienstag, 18. März 2014

Es war einmal vor langer Zeit...

...das letzte Posting. Hmp. Dabei hatte ich mir doch vorgenommen, immer mal regelmäßig zu posten und zu nähen. Vielleicht nicht ganz in dieser Reihenfolge.
Aber so ein Referendariat ist ja (und das ist nichts neues) kein Zuckerlecken, und im Augenblick kommt erstmal die Schule und dann gaaaaaaaaaaaaaanz lange nichts. Meine allerliebste Familie spielt natürlich auch ganz oben mit, aber in letzter Zeit kommen auch meine Lieben dank Schule viel zu kurz.
Am Freitag ist schon mein vorletzter Unterrichtsbesuch vor der Prüfung, die Vornoten stehen fest (2!2!2!1! Yeah!) und ich mache schon erste Notizen für die Prüfungsentwürfe. Und dann ist die Tortur endlich vorüber.
Was gibt es sonst noch Neues? Wir haben jetzt Estrich und eine Heizung im Haus, morgen treffe ich mich erst mit dem Türenbauer (sagt man das so?), dann mit dem Maler, am Donnerstag mit dem Fliesenleger und am Freitag wird die Küche eingemessen. Umziehen vor der Prüfung klappt leider nicht mehr. Zwar wären wir fertig, aber ich muss mich in Ruhe vorbereiten.
Auf dem Nähtisch liegt ein fast fertiges McCalls Perfect Knit Dress, aber ich komme einfach nicht dazu. Schnüff. Aus einem wunderbaren schweren Viskosejersey in Dunkelblau. Ich liiiiiiebe dunkelblau, ich gehe auch gern komplett in Dunkelblau los. Dazu noch hellbraunes Leder und fertig ist die Laube. Schwarz ist nicht so meins.
Für die kleine Madame habe ich lange nichts mehr genäht. Hier liegen immer noch ein paar halbfertige Schlüppis rum, weil mich irgendwo bei ca. 23 m eingefassten Kanten die Puste verlassen hat.
Und weil ich ja noch nicht genug zu tun habe, habe ich mir nun auch noch SHRED bestellt. Bin ich eigentlich bekloppt?
(Der Plan ist ja, statt 20 min dumm rumsurfen lieber 20 min sporteln. Mein Wort in Gottes Ohr.)

Nun geht es wieder an die Arbeit. Für den dräuenden UB ist noch keine Zeile Entwurf geschrieben. Ein gutes Pferd springt nicht höher als es muss, gell?

Und weil ihr meinen Sermon bis hierhin ausgehalten habt, zeig ich euch nochmal ein Mützchen, dass ich schon vor langen Wochen genäht habe. Den Schnitt mit den Ohrenklappen habe ich selbst ausgetüftelt. Sie wird von der kleinen Madame sehr gern getragen und beinhaltet weder Bündchen noch Einfassungen...genau nach meiner Nase :-)


Dienstag, 11. Februar 2014

Schneller Nähen!




Kennt ihr das auch? Plötzlich macht der Zwerg einen Riesenschuss und ist gar nicht mehr so zwergig, und Zack! sind alle Ärmel drei Zentimeter zu kurz. Nein, da kann man nicht mal eben ein neues Shirt nähen, da braucht man ganz schnell fünf bis siebenunddreißig neue Shirts. Und woher soll frau die Zeit bitteschön nehmen, schlafen will ich ja auch irgendwann nochmal?
Ein bissle Zeit sparen ist schon drin, und das geht bei mir so:

1. Lass die Nähmaschine stehen! Ich weiß, das ist nicht immer möglich, aber wenn ihr irgendwo ein festes Plätzchen arrangieren könnt, sodass ihr nur noch den Schalter drücken müsst, kann man auch in fünf Minuten mal fix ein paar Nähte machen.

2. Doppelt und dreifach zuschneiden. Funktioniert besonders gut bei Interlock, Sweat und Teddy, also allem, was sich nicht schnell aufrollt. Und damit nichts verrutscht:

3. Eine gute Schere. Nichts ist mühseliger, als viel Stoff mit einer miesen Schere zu schneiden. Eine gute Schneiderschere schneidet ohne viel Zuppeln auch durch mehrere Stofflagen.

4. Einfache Schnitte in Fließbandproduktion. Ich liebe ja Raglanshirts. Ärmeleinsetzen ist Strafarbeit! Wenn man wirklich viele Stücke in kurzer Zeit nähen will, dann sollte es besser nicht das supersüße Rüschen-Tunika-Shirtkleidchen mit Doppelärmeln und Appli und angesetztem Röckchen sein. (Sowas bekommt die kleine Madame auch dann und wann, aber nach einem Wachstumsschub bin ich da ganz pragmatisch.)

5. Stecknadeln werden überbewertet. Ganz besonders bei dehnbaren Stoffen. Ich stecke bei Kinderkleidung nur, wenn mehr als zwei Lagen genäht werden, oder der Stoff flutschig ist.

Nun wieder schnell an die Maschinchen! Die kleine Madame interessiert sich neuerdings sehr fürs Nähen. Sie hilft beim Zuschneiden und sitzt gebannt auf meinem Schoß, wenn ich die Maschine anwerfe. Danach wird das neue Stück sofort angezogen und jedem erzählt "Mama hat genäht!" Ich hoffe, sie behält sich die Begeisterung fürs Selbermachen.