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Montag, 3. August 2015

Erste Anti-Chaos-Runde geschafft

In einer halben Stunde schafft man doch eine Menge, zum Glück. Hier ist die ungeschminkte Wahrheit, ein Vorher-Foto aus meiner Küche:


Ich habe
  • den Geschirrspüler ausgeräumt
  • alles schmutzige Geschirr eingeräumt
  • den Müll rausgebracht
  • sämtlichen Müll eingesammelt
  • alle Lebensmittel aufgeräumt
  • den Garten gegossen, bevor es zu heiß wird
  • einen Menüplan gemacht

Jetzt sieht es so aus:


Und das gibt es zu essen:

Montag: Flammkuchen mit Salat (Fertiger Teig)
Dienstag: Crockpot-Huhn mit Salat (Fleisch mit Olivenöl, Zitronensaft und Kräutern in den Crockpot und 4-5 Stunden auf "Low" garen)
Mittwoch: Ofenkartoffeln, Kräuterquark, Salat, Eier
Donnerstag: Spaghetti Bolognese, eine große Portion Soße für den ersten Urlaubstag einfrieren
Freitag: Tortillas mit Hackfleisch, Salat, Käse, Tomaten (der Kühlschrank muss leer werden, wir fahren weg...)

Hoffentlich haben wir damit alles Frische aufgegessen...

Und die Routine geht zum Fenster raus...

Sommerwochenenden sind herrlich! Wir hatten Besuch und haben besucht, Ausflüge gemacht, im Garten gewerkelt, geplanscht, lange geschlafen, sind alle lange aufgeblieben - das war Urlaub zuhause! Als Familie konnten wir mal wieder richtig auftanken und gemeinsame Zeit genießen.
Und unser Haus so richtig ins Chaos stürzen...
In der Woche schaffe ich es meistens, mit einigen kleinen Handgriffen das Haus in Ordnung zu halten. Aber nach dem Wochenende...ich habe dann tausend Entschuldigungen, diese kleinen Routinen nicht zu erledigen. Dabei würden sie das Familienleben kaum beeinträchtigen, im Gegenteil. Wahrscheinlich wäre es noch gemütlicher und entspannter gewesen, wenn ich daran gedacht hätte, den Müll rauszubringen, zu waschen, die Spülmaschine auszuräumen etc.
Zwei Tage nichts erledigt heißt leider nicht doppelte Arbeit, sondern mindestens vierfache. Mindestens!
Und so verbringe ich die Montage regelmäßig damit, den Versäumnissen vom Wochenende nachzujagen, zusätzlich zu allem, was ich montags sonst noch so mache: Menüplanung, Einkaufen, zur Post gehen...
Ich halte euch heute mal auf dem Laufenden, anfeuernde Kommentare sind sehr willkommen :)

Übrigens war unser Morgen heute sehr entspannt. Die kleine Madame hatte zwar einen kleinen Wutanfall, aber der war definitiv nicht auf Hetze oder Antreiben zurückzuführen. Mein Mann hat sich erdreistet, vor ihr mit dem Anziehen fertig zu sein...da war sie nicht als erste unten. So etwas kann für die Kleinen manchmal ein ganz großer Frust sein :-(
Trotzdem hatten wir dann noch eine schöne Zeit mit Singen und Vorlesen und waren trotzdem - oh Wunder! - pünktlich. Es macht also wirklich einen sehr großen Unterschied, dass ich früh aufstehe.

Donnerstag, 16. Juli 2015

Knuspriger Beerenstreusel - Berry Crisp

 


Schon so lange habe ich kein Rezept mehr gepostet...es wird Zeit! Unser Blaubeerstrauch biegt sich unter den Früchten bis zum Boden, die Erdbeerzeit neigt sich dem Ende, die Schwarzkirschen sind zuckersüß und saftig - das muss noch einmal ausgekostet werden.
Schneller als dieser Beerenstreusel ist kaum ein Kuchen fertig - ihr braucht keine Waage, 
keinen Mixer und nur eine Schüssel.

Zutaten:

1 Tasse Mehl
1 Tasse Haferflocken (kernig oder zart)
1 Tasse brauner Zucker
2 TL Zimt
1/2 TL Salz
1 Tasse Mandeln oder Nüsse, gehackt
1/2 Tasse Butter, geschmolzen
3 Tassen gemischte Beeren oder Kirschen, gewaschen, entsteint, ggf. geschnitten
2 EL Zucker

Los geht's! Den Ofen auf 200°C vorheizen.
Beeren in eine Tarteform geben und mit den 2 EL Zucker bestreuen.


Nüsse hacken und alle trockenen Zutaten vermengen.


Butter unterrühren. Die Streuselmischung auf dem Obst verteilen 
und das Ganze für 25 Minuten backen.


 Noch heiß mit Eis oder Sahne genießen - leeeeeeecker!


Ihr könnt das Rezept mit immer wieder anderen saisonalen Früchten und Gewürzen abwandeln, ich denke da an Äpfel, Birnen, Quitten, Walnüsse, Nelken, Vanille, Muskat...jetzt habe ich schon wieder Hunger und werde mir noch eine Portion gönnen :-)

Welches ist euer Lieblingsbeerenrezept??

Mittwoch, 3. Juni 2015

Bettruhe überleben - wer managt nun die Familie?



Es stellt den Familienalltag ganz schön auf den Kopf, wenn man als Schwangere und bereits Mutter plötzlich Bettruhe halten muss. Das belastet alle Familienmitglieder und es müssen ein paar kreative Lösungen her, damit man nicht völlig im Chaos versinkt.
Eines muss ich aber noch vorwegschieben - ich habe es mit meiner halbstrengen Bettruhe noch ganz gut getroffen. Sehr viele Mamas haben ganz andere Sorgen und müssen täglich um das Leben ihrer Kleinen bangen und für jeden weiteren Tag im Bauch beten. Meine Gedanken und Gebete sind bei euch, und ich wünsche euch, dass ihr ganz viele liebe Menschen bei euch habt, die euch den Alltag abnehmen, damit ihr euch ganz aufs Brüten konzentrieren könnt!
Für die Schwangeren, die noch Gedanken für den Alltagskleinkram übrig haben, habe ich ein paar Tips zusammengestellt, die vielleicht der einen oder anderen weiterhelfen können!

Ich soll wegen vorzeitiger Wehen viel ruhen, die Beine hochlegen, und die Arbeit liegen lassen. Wenn ich dem Stress komplett aus dem Weg gehe, ist der Bauch zum Glück ruhig. Es erleichtert die Sache etwas, dass ich mich noch ein bisschen bewegen darf, sonst würde mir wirklich die Decke auf den Kopf fallen. Das heißt auch, dass ich sehr gemütlich hinter meiner Tochter herwatscheln kann, wenn sie Fahrrad fährt, und abends auch mal durch unseren Garten spaziere.
Die Löwenarbeit im Haushalt bleibt an meinem Mann hängen, der nach seinem Bürotag nun auch noch hier den Laden schmeißt. Wie kann ich ihm da helfen? Wäsche und Geschirrspülen fallen aus, Kochen und Aufräumen auch...
Bitte denkt beim Lesen meiner Ausführungen daran, dass ich öfter mal aufstehen und mich bewegen darf - viele Dinge sind bei strengerer Bettruhe wahrscheinlich nicht möglich, und ich teile hier eben nur meine persönlichen Erfahrungen, nicht die allgemeingültige Weisheit :-)

Ordnung halten
  • benutzte Sachen gleich wieder wegstellen
  • wenn man mal aufsteht, nicht mit leeren Händen gehen - wetten, dass etwas in die gleiche Richtung muss wie du?!
  • Kleidung gleich beim Ausziehen weghängen

Planung des Haushalts - hier könnt ihr euch richtig reinhängen!
  • den Kalender aktuell halten
  • Aufgabenliste für Helfer schreiben
  • ein einfaches Menü planen
  • Einkaufszettel schreiben
  • Einkäufe online bestellen oder zur Abholung vorbestellen - das bieten viele Märkte an!
  • Begleitung oder Fahrdienst für Kinderturnen, Spielplatz, Kindergarten organisieren

Frisch auf den Tisch (mehr zum Vorkochen in einem weiteren Posting!)
  • Helfer um gefriertaugliche Gerichte bitten (Bolognese, Lasagne, Suppen, Aufläufe...)
  • Einkaufszettel erweitern, damit die kalte Brotzeit etwas interessanter ausfällt (Würstchen, Käse, Laugenbrötchen, Eier...)
  • Schnippeltag planen (Obst und Gemüse waschen (lassen), Möhren und Paprika können vorgeschnitten werden, viele Dinge kann man halbliegend kleinschneiden!)

Und am wichtigsten: gute Stimmung verbreiten! Euer Mann und die größeren Kinder sind durch die Situation sehr belastet, machen sich auch Sorgen, wundern sich, dass die Mama nicht so schön spielen kann wie sonst...wir können es ihnen ein bisschen leichter machen.
  • Nicht so viel jammern - mein Mann möchte zu gerne mal einen Tag auf dem Sofa liegen!
  • Geduldig und freundlich sein
  • Dankbarkeit zeigen - Hilfe durch meinen Mann ist selbstverständlich, aber Anerkennung tut so gut, das wissen wir doch auch
  • Nicht nur organisieren, sondern auch weiterhin schöne Gespräche als Paar führen, Komplimente machen
  • Fünfe gerade sein lassen, ein perfekter Haushalt ist jetzt utopisch
  • Auf Ruhepausen und Verabredungen für den Mann bestehen, damit er seine Batterien auch mal wieder auftankt

Ich drücke allen Leidensgenossinnen die Daumen, dass die Zeit schnell und einigermaßen sorgenfrei rumgeht! Was für Tips habt ihr noch auf Lager?