Einer heult immer (manchmal ich). Einer kippt immer die Milch um. Einer schreit immer "Ich muss mal!". Einer sagt immer "Ich muss gar nicht" und macht dann in die Hose. Einer will sich immer nicht anziehen. Einer will immer genau den Lieblingsschlafanzug, der in der Wäsche ist. Einer schafft es immer, die Arbeit eines Tages mit einer Spiel-Auskipp-Rauszieh-Verteil-Aktion in zwei Minuten zunichte zu machen. Einer will immer nicht ins Bett. Einer steht immer am Wochenende um halb sechs auf.
Manchmal habe ich diesen eingeschränkten Blick aufs Familienleben, sehe nur noch eine Aneinanderreihung von profanen Pflichten und nur die Mühe. Unglück sieht nur die Anstrengung, nur die Arbeit...nicht die Freude, die DER EINE für mich hat, immer und jederzeit.
EINER hat immer Gnade und Trost für mich.
EINER spendet mir immer Freude in seinem Wort.
EINER sieht und schätzt die Arbeit, die ich in meiner Familie für ihn leiste.
EINER richtet mich auf.
EINER erwartet keine Perfektion.
EINER schafft es, dass ich immer wieder voller Dank den Blick auf SEINEN Segen richten kann.
Denn Glück ist keine Frage der Umstände, Glück ist eine Haltung. Glück sieht die kleinen Geschenke im Alltag.
Die zahllosen feuchten Küsschen. Das Kuscheln am Abend. "Ich hab dich lieb, Mama. Du bist die liebste Mama." Das begeisterte Buddeln, das den Sandbergen im Flur vorausgegangen ist. Das freudige Quietschen beim Sprung in die nächste Pfütze. Vorlesen und zusammen Kakao trinken. Kuchen zusammen backen. Die fröhliche Runde um den Esstisch...
Wir sind wirklich gesegnet mit diesem Familienleben. Ja, arbeitsreich und mühevoll...aber vor allem reich und voll.
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Dienstag, 18. August 2015
Samstag, 27. Juni 2015
Gedanken zum Kitastreik...
Wir haben hier ja das große Glück, dass unsere Kita-Erzieherinnen nicht in der Gewerkschaft organisiert sind. Somit waren wir vom Streik nicht betroffen und ich bin nun ohnehin zuhause. Allerdings ist es recht schwer, sich mit einem dreieinhalbjährigen Wirbelwind aka die kleine Madame auszuruhen, deshalb bin ich gerade sehr dankbar dafür, dass sie in den Kindergarten geht. (Ab einem gewissen Alter halte ich auch den intensiven Kontakt zu anderen Kindern für sehr wichtig...)
Allerdings kann ich den Ärger der Kitakräfte ganz und gar nachvollziehen. Ja, es ist umständlich für die betroffenen Eltern, ich weiß ehrlich gesagt nicht, was wir gemacht hätten in der Zeit, als ich auch noch in die Schule gegangen bin!
Aber gerade wir Eltern wissen, dass Kitas nicht nur Aufbewahrungsstätten sind, und ich sehe, wie die Erzieherinnen sich tagtäglich beide Beine ausreißen, um die Kiddies angemessen zu betreuen und zu fördern - soweit es beim jetzigen Personalschlüssel möglich ist. Und es geht darüber hinaus - "unsere" Erzieherinnen betreuen nicht nur, sie nehmen Anteil, haben eine intensive Beziehung zu den Kindern, sind sehr an der Meinung der Eltern interessiert, kurz: sie haben keinen Beruf, sondern eine Berufung. Ich bin ihnen sehr dankbar für ihren Einsatz und finde, das verdient mehr!
(Aber...sicher haben noch andere Hausfrauen und Mütter die Ironie dahinter wahrgenommen - Kindererziehung ist wichtig, muss aufgewertet und besser bezahlt werden, setzt eine intensive Auseinandersetzung und Ausbildung voraus...aber nur, wenn es nicht die Mütter machen. Die verdummen dabei am Herd...Grrr.)
Allerdings kann ich den Ärger der Kitakräfte ganz und gar nachvollziehen. Ja, es ist umständlich für die betroffenen Eltern, ich weiß ehrlich gesagt nicht, was wir gemacht hätten in der Zeit, als ich auch noch in die Schule gegangen bin!
Aber gerade wir Eltern wissen, dass Kitas nicht nur Aufbewahrungsstätten sind, und ich sehe, wie die Erzieherinnen sich tagtäglich beide Beine ausreißen, um die Kiddies angemessen zu betreuen und zu fördern - soweit es beim jetzigen Personalschlüssel möglich ist. Und es geht darüber hinaus - "unsere" Erzieherinnen betreuen nicht nur, sie nehmen Anteil, haben eine intensive Beziehung zu den Kindern, sind sehr an der Meinung der Eltern interessiert, kurz: sie haben keinen Beruf, sondern eine Berufung. Ich bin ihnen sehr dankbar für ihren Einsatz und finde, das verdient mehr!
(Aber...sicher haben noch andere Hausfrauen und Mütter die Ironie dahinter wahrgenommen - Kindererziehung ist wichtig, muss aufgewertet und besser bezahlt werden, setzt eine intensive Auseinandersetzung und Ausbildung voraus...aber nur, wenn es nicht die Mütter machen. Die verdummen dabei am Herd...Grrr.)
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